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Überfall auf soziale Einrichtung in Shahriar

Erneut überfallen Geheimdienstagenten eine soziale Einrichtung der Nematollah Gonabadi Derwische im Iran und hinterlassen Verletzte und Zerstörungen.

In Shariar, südlich von Teheran, waren Mitarbeiter einer sozialen Einrichtung für Pflegebedürftige, Alte und Hilfsbedürftige, damit beschäftigt das neu errichtete Gebäude einzurichten als eine Gruppe Agenten ihr Zerstörungwerk begann. Scheiben und Türen wurden eingeschlagen. Anwesende wurden von den Agenten wüst beleidigt, beschimpft und geschlagen.

Schon das Haupthaus (Madadkhani Reza) in Teheran wurde vor wenigen Wochen durch Agenten angegriffen, die Hilfsbedürftigen auf die Straße gesetzt und die Türe versiegelt. 

Regelmäßig finden Angriffe auf Sufi-Derwische im Iran statt, da Teile des Regimes die Sufi-Derwische als ideologische Konkurrenz fürchten und eine friedliche und tolerante Interpretation des Korans nicht wahr haben wollen. Gleichzeitig haben Derwisch Orden im Iran sehr viel Zulauf von jungen Menschen, die sich mit den Hassparolen im Namen des Islam nicht identifizieren können. Das Regime fürchtet um das Seelenheil der Bevölkerung und natürlich bleiben staatlichen Mullahs auch die Geldzubringer und Anhänger weg.

In regelrechten Schmutzkampagnen ziehen junge Mullahs durch die Provinz und hetzen Mitglieder der eher ungebildeten Bassidschi gegen Derwische, Baha'i und andere Minderheiten auf. Im Staatsfernsehen werden Sendungen ausgestrahlt und in Ausstellungen werden Behauptungen aufgestellt, die diese Gruppen als Feinde und Spione brandmarken, um eine vergiftete Atmosphäre in der Gesellschaft herzustellen. Nach solchen Kampagnen finden regelmäßig Angriffe gegen Einrichtungen, Geschäfte und Versammlungshäuser dieser eigenständig Denkenden statt.