Der demokratische Weg für den Iran – vom Sturz des Regimes bis zu einem legalen Übergang: Interview mit Arash Karimi, Mitglied der „Front für die Wiederherstellung des Rechts und der nationalen Souveränität im Iran“, im schwedischen Fernsehen.
In einem relevanten Interview mit einem schwedischen Medienhaus sprach Arash Karimi, Vertreter der „Front für die Wiederherstellung des Rechts und der nationalen Souveränität im Iran“ in Schweden nach dem Sturz des islamischen Regimes im Iran, über die Ziele, die Struktur und die Strategien der Front für die Übergangszeit nach dem Sturz der Islamischen Republik. Inmitten einer Zeit des raschen Wandels im Iran stellt das Gespräch eine klare und systematische Vision für einen zukünftigen Iran ohne das derzeitige Regime dar und betont die Bedeutung der nationalen Zusammenarbeit, der internationalen Unterstützung und der nationalen Einheit.
Der demokratische Weg für den Iran
Intervju med Arash Karimi, medlem i “Fronten för återupprättande av lag och nationell suveränitet i Iran”, i svensk TV: Den demokratiska vägen för Iran – från regimens fall till en laglig övergång.
— Victoria Azad (@victoriaazad24) July 20, 2025
I en viktig intervju med ett svenskt mediehus talade Arash Karimi, representant… pic.twitter.com/c5awD2Dg0b
Stabiler und rechtssicherer Übergang
Als Zweck der Iran Front gibt ihre Webseite (IFRLNS) an: „Gewährleistung von Stabilität und Sicherheit in der Übergangszeit nach dem Zusammenbruch der Islamischen Republik durch die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit und der nationalen Souveränität“.
Iran Front (IFRLNS) versteht sich als inklusive Dachorganisation, die in einem neuen Iran ein Gewand der Einheit in der Vielfalt sieht. Die Organisation beschreibt auf ihrer Webseite folgende Prinzipien: „GEWÄHRLEISTUNG EINES STABILEN UND RECHTMÄSSIGEN ÜBERGANGS. Wir laden alle politischen Parteien, Organisationen und Oppositionsgruppen innerhalb und ausserhalb des Irans ein, sich zusammenzuschliessen, um eine Verfassung, HOFFNUNG, EINHEIT und DEMOKRATIE im Iran wiederherzustellen.“
In einem Appell an ihre Mitbürger im Land und im Exil, rufen sie zu einem friedlichen Übergang auf:
„Wir rufen Sie auf, sich uns bei dieser Mission anzuschliessen, um die Integrität unseres Landes zu schützen und einen friedlichen, demokratischen Übergang für das iranische Volk zu gewährleisten.“
Bedrohungen durch das Regime
Jüngste Angriffe durch staatsnahe Medien in Iran auf Mitglieder der Iran Front sind sowohl alarmierend als auch ein Zeichen dafür, dass das Regime diese Oppositionsbewegung wirklich fürchtet. In einigen Newsportalen wie Mafaz, RasaNews, FergheNews und anderen sind in letzter Zeit Artikel erschienen, die Mitglieder der Iran Front wie Dr. Seyed Mostafa Azmayesh und Vahid Beheshti als Feinde Irans framen und fordern, sie in den Iran ausliefern zu lassen, um sie als Verräter hinzurichten.
Dieses unwahrscheinliche Szenario wäre denkbar, wenn die E3 (Deutschland, Frankreich und Grossbritannien) im Zuge ihrer Nuklear-Verhandlungen mit dem Regime in Iran, Hinterzimmerdeals beschliessen würde, die eigene Werte, Gesetze und Prinzipien über Bord werfen würden.

Immerhin hat das Regime in Iran mehr als 20 europäische Geiseln, die es zu retten gilt. Das Regime könnte alle seine internationalen Verbindungen spielen lassen, um internationale Haftbefehle ausstellen zu lassen, um den Druck gegen die starke Oppositionsgruppe zu erhöhen. Wahrscheinlicher scheinen solche Artikel jedoch als Vorbereitung für Entführungen oder Morde zu dienen.
Schon bei Ruhollah Zam oder Schapour Bachtiar war die Vorgehensweise ähnlich. Der eine wurde in den Iran entführt und nach Folter und Schauprozess hingerichtet, der andere in seinem Pariser Exil bestialisch ermordet.
Die Front hat dazu ein Statement herausgegeben, in dem vor der Rhetorik des Regimes gewarnt wird. Offensichtlich wird vermutet, dass das Regime bei Iranern Ängste wecken will, um sich nicht der Front anzuschliessen.

Selbstverständnis der Iran Front
„Der IFRLNS wurde mit dem hauptsächlichen Ziel gegründet, Chaos und Instabilität während des Übergangs zu verhindern und die notwendigen Bedingungen für die Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung – die wahre Verkörperung des nationalen Willens – zu schaffen, um eine neue, integrative und demokratische Ordnung in der politischen Landschaft des Iran dauerhaft zu etablieren.
Der Gründungsrat der IFRLNS ist der festen Überzeugung, dass es unter Rückgriff auf die im Statut der Nationalen Widerstandsbewegung formulierten rechtlichen Strategien, wie sie von dem verstorbenen Dr. Schapur Bachtiar entwickelt wurden, möglich ist, auf legale Weise den wesentlichen und legitimen Rahmen zu schaffen, der für die Organisation eines freien, fairen und umfassenden Referendums zur Einberufung der Verfassungsgebenden Versammlung in der heiklen Zeit eines Übergangs erforderlich ist.
Dementsprechend laden wir alle politischen Parteien, Organisationen und Oppositionsgruppen innerhalb und ausserhalb des Irans feierlich ein, sich unter dem Banner der Wiederbelebung des Rechts und der nationalen Souveränität zu vereinen, um einen freien und demokratischen Iran anzustreben.
Die Foto-Collage zeigt Schapur Bachtiar mit einem Foto von Mohammed Mossadegh, Dr. Seyed Mostafa Azmayesh, Vahid Beheshti, Victoria Âzad und Ruhollah Zam.
©Helmut N. Gabel, mehriran.de


