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Gesichter für die Freiheit

Das Internationale Komitee für die Rechte von Studenten und Derwischen im Iran war am 14. Mai 2010 auf dem Kölner Wallrafplatz mit mehreren Mitgliedern und Sympathisanten aus ganz Europa präsent.

Während das Regime im Iran taktisch klug die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit immer wieder auf seine Nuklearforschungen zu lenken weiss, schindet, foltert, hindert, blockiert und drangsaliert es seine eigenen Bürger im Land. Aus der Perspektive des Regimes betrachtet, bestraft es auf brutale Art all jene, denen es vorwirft seine Existenz zu bedrohen. Doch die Perspektive eines gewaltigen Anteils der Bürger im Iran ist eine andere. Sie erleben Willkür in der Justiz, die von oberster Stelle angewiesen ist Exempel zu statuieren, um die Bürger von weiteren Protesten abzuschrecken und willfährig zu machen. Die Bürger erleben Lügen, Propaganda, Verdrehungen und Hetze gegen jeden und alles, das nicht im engen Rahmen des staatlich definierten Islams bleibt. Studenten, die sich über die Machenschaften des Regimes informieren und Zusammenhänge durchschauen, bleiben immer noch nicht stumm. An verschiedenen Universitäten im Land, bringen die Studenten lauthals ihre Proteste gegen das Regime zum Ausdruck.
Im Westen durchschauen immer mehr Bürger die Machenschaften und das doppelte Spiel der Regierung Irans. Nach Außen versuchen die Machthaber mit raffinierter Diplomatie und attraktiven Geschäften den Westen zu beruhigen und den Orient hinter sich zu bringen, während im Inneren des Landes nach Lust und Laune die Menschenrechte verletzt werden und die Würde vieler Frauen und Männer aufs ekaltanteste und beschämenste zerstört wird.
Menschen im Westen ergreifen Initiative und zeigen Solidarität mit den Bürgern im Iran. Eine Welle der Sympathie beginnt anzuschwellen durch die Aktion "A face for freedom in Iran" oder "Ein Gesicht für Freiheit im Iran". In mehreren Städten zeigen Frauen und Männer unterschiedlichen Alters ihr Gesicht mit einem Schild "Ein Gesicht für Freiheit im Iran" oder "A face for freedom in Iran". Diese Fotos werden zu Postern zusammengefasst und im Internet öffentlich gemacht, so dass sie auch aus dem Iran gesehen werden können. Mut sollen die Poster machen, Mut aufrecht zu bleiben angesichts der vielen Versuche des Regimes im Iran nicht nur die eigene Bevölkerung unter der Knute zu halten, sondern ihre kruden Vorstellungen von Islam in die Welt zu exportieren und Werte, die im Westen selbstverständlich sind, abzuschaffen.
Somit sind die Gesichter auf den Fotos auch ein Bekenntnis zur Freiheit im Westen.