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Menschenrechte im Iran - Demonstrationszug in Hannover: Vom Kröpke zur Staatskanzlei.

mehriran.de - Unter dem Motto "Gefangene im Iran nicht vergessen! // Aufhebung des Todesurteils für Mohammed Ali Tâheri" zieht am Montag, 11. September 2017 eine Karawane von Menschen verschiedener Organisationen durch Hannover und übergibt ein Appellschreiben an Ministerpräsident Stephan Weil.

Menschenrechtsaktivisten bei einer Demo in Göttingen 2016

mehriran.de - Leider hat sich auch nach dem "Atomdeal" und in der zweiten Amtszeit Präsident Rohanis wenig an der Menschenrechtslage im Iran geändert. Menschenrechtsorganisationen beklagen die hohen Hinrichtungszahlen, die Verweigerung medizinischer Hilfe für erkrankte Gefangene und das Verbot über die Situation politischer Gefangenen zu berichten. Verschiedene Organisationen kommen nächsten Montag zusammen, um auf die bedrohliche Lage der politischen und Gewissensgefangenen im Iran aufmerksam zu machen.

Im Fokus stehen:

• der Gründer von zwei alternativen, nicht-medizinischen Heilweisen Mohammad Ali Tâheri, der vor kurzem zum zweiten Mal zum Tode verurteilt wurde.
• der Schatzmeister der Busfahrergewerkschaft in Teheran Reza Shahabi
• der zum Christentum konvertierte Ebrahim Firouzi
• der Bürgerrechtler Saeid Shirzad 
• ehemaliger Präsidentschaftskandidat und kritischer Blogger Mehdi Khazali
• die Menschenrechtsaktivistin Melika Kawandi 
• die Menschenrechtsaktivistin Zahra Shafii Dehaghani 
• der politische Gefangene Reza Akbari Monfared 
• der Mathematiker und Wissenschaftler Hamid Babai
• der Fotograf und politische Gefangene Soheil Arabi
• der zum Tode verurteilte Kurde Zaniar Moradi
• der politische Gefangene Mohammad Ali Mansouri 
• der politische Gefangene Mohammad Banazadeh Amirkhizi 

und viele weitere Hungerstreikende.

Die Organisatoren bitten die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtsfragen Frau Bärbel Kofler, den Obmann im Ausschuss für Menschenrechtsfragen und Sprecher für Menschenrechtsfragen der Grünen Tom Königs, den Vorsitzenden des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe Prof. Dr. Matthias Zimmer, den Menschenrechtspolitischen Sprecher der CDU/CSU Michael Brand und den Ministerpräsidenten Niedersachsens Stephan Weil sich für diese Menschen einzusetzen und in allen Gesprächen mit iranischen Verantwortlichen und Geschäftspartnern im Iran das Thema Menschenrechte zur Sprache zu bringen.

Veranstaltet wird der Zug durch Hannover von Erfan-e Halghe, Karamat e.V., der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und anderen Menschenrechtsorganisationen.